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Ein MoP-Raidfazit



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APR 07 '14
Über das Zwei-Tage-10er-Raiden
Wir haben uns vor bald zwei Jahren aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, in MoP nur zwei Tage zu raiden. Hier ein Versuch darzulegen, was das bedeutet, am Beispiel der Schlacht um Orgrimmar:

Zu Beginn des HC-Contents bedeutet das folgendes: Den ersten Boss auf HC angehen. Stirbt er, muss die Zeit betrachtet werden, die man noch in dieser ID zur Verfügung hat und abgeschätzt werden, wie viele Versuche man sich noch am zweiten HC-Boss leisten kann. Denn der erneute NHC-Clear ist sehr wichtig für unser Gear.
In der zweiten ID werden die bereits gelegten HC-Bosse erneut getötet, weiter fortgeschritten und am Ende wieder NHC gecleart. Hier kommt es auf die Schwierigkeit der in der ID zuvor neu gelegten Bosse an. Es kann durchaus passieren, dass man sich an diesen zu lange aufhält und man in einer ID keinen Progress mehr hinbekommt. So ist es einmal an Malkorok geschehen. Wir hatten ihn schon 2-3 mal getötet, kamen aber tatsächlich nicht mehr an ihm vorbei. Kein Progress in dieser ID!
Es kommt dann auf den richtigen Moment an, ab dem man nicht mehr NHC cleart und somit nur die HC-Bosse legt und an neuen arbeitet. Es kommt ebenso auf den richtigen Moment an, ab dem man nur noch verlängert.
Das war bei uns in der Schlacht um Orgrimmar beides leider erst relativ spät möglich, da wir viele Spieler während des Contents dazubekamen, allesamt nicht allzu gut ausgestattet.
Im Vergleich zu den Drei-Tage-Raidgilden muss man sich vor Augen führen, dass diese doppelt so viel Progresszeit haben. Denn der erste Tag steht für den Rekill der Bosse, die anderen für Progress. So ist unsere Leistung, mit der wir mit Drei- und Vier-Raidtagegilden konkurrieren denke ich relativ hoch einzuordnen.

Mogu, HdA, Terrasse - Ein fantastisches Chaos

Der Content begann mit einem Paukenschlag. Drei Instanzen, 16 Bosse, fünf Monate bis zum nächsten Raidpatch. Da es unser erstes Raidtier mit der jetzt komplettierten Raidgruppe war, hatten wir leider einige Fehler begangen. Wir waren noch nicht sonderlich eingespielt und haben auch gut die Hälfte des Contents ohne Critbuff gespielt.
Wir haben uns etwas in der riesigen Bossauswahl verloren, da sich auch keine eindeutige Schwierigkeitskurve feststellen ließ. So arbeiteten wir teilweise an drei HC-Bossen gleichzeitig, im Nachhinein vielleicht nicht ganz so klug. Nachdem wir Anfang Januar 2013 Mogu HC clear hatten, machten wir den wohl größten Fehler der Expansion und gingen die Beschützer der Endlosen auf HC an. Ergebnis: 110 Wipes, keine Aussicht auf Kill, da uns immer wieder 20 Millionen vor dem Bosskill der Raid wegen zu wenig Schaden starb. Demotiviert entschieden wir, es dabei zu belassen und farmten die bereits gelegten Bosse ab, um gestärkt den Thron des Donners zu betreten. Alles in allem hat uns hier ein Konzept gefehlt, was man auch an unseren Killdaten sehen kann: ein einziges Durcheinander.
Kritik an uns in diesem Tier habe ich bereits geäußert, Blizzard soll aber auch etwas abbekommen: Wieso ist traditionell das erste Tier (auch in Cata!) So ein Bossfestival über mehrere Instanzen verteilt? Wieso ist es immer mit Abstand das kürzeste Tier? Um hier zu bestehen, hätten wir als 2-Tage-Raidgilde jede Woche einen neuen HC-Boss töten müssen. Für vier Bosse hatten wir zwei IDs gehabt. Mit Bossen wie der Großkaiserin, dem Sha, dem Bernformer und den Beschützern unmöglich. Die Bosskämpfe an sich halte ich für gelungen. Es reichte immerhin für 9/16 HC.

Thron des Donners
Beim NHC-Durchgang stellte sich schon heraus, dass wir bei einigen Bossen auf HC unseren Spaß haben werden. Hier war die Schwierigkeitskurve der Bosse wieder alles andere als linear und so machten wir uns daran, für uns eine gute Reihenfolge auszusuchen, das uns, bzw. unserem Mönchtank im Nachhinein betrachtet sehr gut gelang. So machten wir zum Beispiel nicht Horridon als zweiten HC-Boss, sondern Ji-Kun. Eine gute Entscheidung, andere Gilden, die die Bosse der Reihe nach angingen, hingen sehr lange an ihm fest. Erste große Probleme bot uns mal wieder ein Boss, der aus mehreren Bossen besteht, Protectors 2.0: der Rat der Ältesten. Wir wussten nichts vom Smokebombtrick und so tötete uns der Frostdebuff, immer und immer wieder. Irgendwann nach fast 100 Versuchen und blanken Nerven die Erlösung. Ich denke man versteht unseren Ärger, als wir vor dem Rekill erfuhren, dass Smokebomb den Frostdebuff verhindert und als wir sahen, wie einfach der Kampf dadurch wird.
Durumu und Primordius waren durch unser Gear, das wir bis dahin gesammelt hatten, Kanonenfutter und so ging es zum Animus. Ein sehr guter, chaotischer Kampf, der in der ersten Phase Präzision erfordert. Sehr, sehr viele Wipes in der ersten Minute gab es bei ihm.
Es blieb Lei Shen, vor dem es uns graute. Zu Recht, denn die Übergangsphasen verlangten von jedem höchste Konzentration. Er war bis dahin mit Abstand der schwierigste Boss, den wir mit der Gruppe legten. Ra-Den danach war ein Klacks.
So hatten wir erstmals den HC-Content clear als World #730, etwa sechs Wochen vor dem neuen Patch.

Alles in allem eine schöne Instanz mit gut gestalteten Bossen.


Die Schlacht um Orgrimmar
Motiviert durch unseren Erfolg im Thron ging es in die alles entscheidende Schlacht. Im NHC-Modus bot sie natürlich keine Herausforderung, da wir mit unserem Thron-HC-Gear zu stark waren. Trotzdem schafften wir es nicht, Garrosh in der ersten ID zu bezwingen, er lag erst in der zweiten. Am Anfang haperte es ein wenig bei den Gefallenen Beschützern, insgesamt fiel bis zu Thok aber jede ID ein neuer HC-Boss.
Diesmal gab es zwar bei den Bossen 1-10 auch nur einen leichten Schwierigkeitsanstieg, aber so konnten wir sie fast der Reihenfolge nach angehen, ein großer Vorteil im Gegensatz zum Thron des Donners, denn dort gingen wir z. B. den sechsten Boss an, danach würde in der Schwierigkeit jedoch der vierte Boss folgen, den wir dann aber nicht mehr töten konnten in dieser ID.
Erwähnenswert bei den ersten zehn Bossen ist vielleicht Norushen, an dem wir nur ein einziges Mal scheiterten, irgendwann im Februar war es so weit. Zu unserer Verteidigung muss man aber sagen, dass dort zwei Spieler aus dem Handelschannel mitgenommen wurden, Gearstand völlig egal, und einer unserer Heiler aus mysteriösen Gründen nicht heilte (Saboteur?).
Konnte man die Bosse 1-10 also ungefähr der selben Schwierigkeit zuordnen, war das bei Thok anders, der die Zielgerade und die letzten vier Bosse einläutete. Und wie!
An ihm waren wir Ende November angelangt und unsere ersten Gehversuche, sechs an der Zahl, die wir noch am letzten Raidtag unserer ID reinquetschten, zeigten an, wie böse dieser Kamerad ist.
Hier wieder ein wenig Kritik an Blizzard, aber auch an uns: Jeder Boss zuvor war, wenn er drei Heiler erforderte, sehr kulant im Hinblick auf den Zusatzheiler. Es reichte, wenn dieser nur ein Drittel bis die Hälfte seiner möglichen Leistung abrief und auch kein gutes Gear hatte. Genau genommen kann man alle Bosse vorher auch zu zweit heilen. Bei Thok war das auf einmal als einziger Boss des Contents nicht möglich und so wurde unsere Schwäche deutlich: der dritte Heiler. Hier muss ein vollwertiger Heiler ran oder es wird dauern oder er muss sich um sein Gear kümmern.
Zeitgleich taten sich weitere große Probleme auf: Unser dritter Heiler und unser Ele-Schamane meldeten sich für zwei Wochen ab, Ersatz musste her. Wir fanden zwei Topspieler, die mit uns die ersten zehn Bosse auf HC legten und dann noch ein paar Versuche an Thok machten. Es lief so gut, dass wir, wenn wir an dem Tag noch etwas Zeit gehabt hätten, ihn sicher getötet hätten. Leider blieb es dann nicht beim Kill im 30. Versuch, sondern es folgten noch fast 80 weitere. Denn unsere beiden Spieler kamen nicht zurück und meldeten sich ganz ab. Eine Woche später verließ uns unser Magier.
Wir standen vor völlig neuen Problemen, denn bislang waren wir elf Spieler und es lief gut. Es startete die große Suchaktion. Wir waren also nur noch acht Spieler, einer davon Schichtdienstler. Wenn nun außer ihm noch jemand ausfällt, waren wir nur noch sechs Stammspieler. Leider keine guten Voraussetzungen, um Thok zu legen. So mussten wir wohl oder übel einige Male nur die 10 HCs legen und Thok entweder gar nicht anrühren oder nur mal eben kurz. Vor Weihnachten verließ uns auch noch unsere Druidenheilerin, wir standen also mit nur einem Stammheiler da!
Dennoch war es eine sehr gute Leistung, dass Thok noch vor Jahresende starb.
Diese Phase dauerte bis Mitte Januar an, dort hatten wir endlich passende Spieler gefunden und unseren Kader diesmal auf 14 Mann erhöht. Elf ging zwar zwei Contents gut, war aber im Nachhinein betrachtet riskant.
Der Rest ist Geschichte. Erschien uns Thok mangels Raidmitgliedern und der katastrophalen Heilerleistung in den ersten Gehversuchen noch als schier unmöglich, töteten wir die restlichen Bosse konsequent und beendeten den Content als #8 10er-Raid unseres Realms, World #739 und als World #14 2-Tage-Raid (laut WOWProgress #23, jedoch geben viele Gilden ihre Daten falsch an oder sind Alts von Topgilden).
Wäre das Chaos vor dem Thokkill nicht entstanden, hätten wir es geschätzt einen Monat früher geschafft.

Die Schlacht um Orgrimmar gefällt mir sehr gut, hier hat Blizzard nochmal alles in die Kämpfe gepackt, was ihnen so einfällt. Sehr abwechslungsreich, viele Taktikmöglichkeiten, am Ende ein sehr hoher Schwierigkeitsgrad. Die letzten vier Bosse sind eine Wand, die nur sehr mühsam niederzureißen ist. 72% unserer Gesamtversuche (541 von 749) gingen für diese letzten Bosse drauf. Wer diese also noch vor sich hat, sollte sich sputen. Die meisten in dieser Ausgangssituation, die den Content von Anfang an bestritten und Thok noch nicht down haben, werden Garrosh wohl nicht mehr töten.


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